Vorwort

von Thilo Leipoldt

bei Harry © 2012 Rebecca Sauter

bei Harry © 2012 Rebecca Sauter

Burn-out, Schlafstörungen, körperliche Beschwerden, Beziehungskonflikte. Die Auswirkungen von gesundheitsschädigendem Verhalten sind vielfältig. Im Wissen mangelt es nicht. Die vollen Regale in den Buchläden zeigen, dass Gesundheitswissen heute mehr denn je vorhanden ist. Die Ratgeberliteratur greift alle Facetten auf: work-life-Balance, gesunde Ernährung, erholsamer Schlaf und  erfüllende Beziehungen. Auf die Frage nach gesundheitsbewusstem Verhalten reagieren die meisten Menschen verlegen: „Ja, eigentlich habe ich mir schon oft vorgenommen…“ Die Kluft zwischen Wissen und Handeln ist ein großes Thema der Gesundheitspsychologie. Selbstschädigendes Verhalten gehört zu den liebgewonnenen Gewohnheiten. Die praktische Arbeit mit dem Gesundheitsbild baut eine Brücke zwischen dem inneren Gesundheitswissen und gesundheitsförderlichen Gewohnheiten. Und das auf eine intuitive Art, jenseits der „do‘s and don‘ts“ der Ratgeberliteratur.

Ich habe Dr. Harry Merl und die praktische Arbeit mit dem Gesundheitsbild im Oktober 2009 kennen gelernt. Ich war auf Anhieb begeistert. Und meine Begeisterung hält bis heute an. Mir hat die Arbeit mit dem Gesundheitsbild Lust und Mut gemacht, mich auf meinen Weg zu Gesundheit und Lebensfreude zu machen. Und auch um mich herum höre ich immer wieder erstaunliche Geschichten, was das Gesundheitsbild bei anderen Menschen bewirkt.

In der Methode steckt das konzentrierte Wissen eines Menschen, der sich seit Beginn seines Berufslebens mit Kranken und Gesundheit beschäftigt. Seine Methode macht deutlich, dass der Blick nach Innen für ihn der wesentliche Wirkfaktor ist. Die Arbeit mit dem Gesundheitsbild unterstützt Menschen dabei letzten Endes zu sich selbst zu kommen. Aus wissenschaftlicher Perspektive hat Dr. Simone Meller 2008 in ihrer Dissertation den Zusammenhang zwischen Selbstverwirklichung und Gesundheit nachgewiesen.

Wer Dr. Harry Merl bei der Arbeit zusehen darf, versteht auch, dass das Entscheidende neben der Methode, seine Art, mit der er Menschen auf ihrem Weg zu sich selbst begleitet, ist. Diese beruht auf hoher Wertschätzung, Geduld und dem Vertrauen, dass jeder seinen Weg finden kann. Daran Teilzuhaben ist ein Geschenk. Dafür, dass ich Dr. Harry Merl bei seiner Arbeit mit dem Gesundheitsbild immer wieder erleben durfte, bin ich sehr dankbar. Ich wünsche mir, dass sich diese Arbeit, die Dr. Harry Merl ins Leben gerufen hat, weiter verbreitet.

München, 11. März 2012

Thilo Leipoldt
Diplom-Psychologe
Geschäftsführender Partner von system worx GmbH & Co. KG
Lehrbeauftragter der Hochschule Fresenius, München für Gesundheitspsychologie

Renner, B./Schwarzer, R. (2000). Gesundheit: Selbstschädigendes Handeln trotz Wissen, in H. Mandl/J. Gerstenmaier (Hrsg.): Die Kluft zwischen Wissen und Handeln (Seite 26-50), Göttingen.

Meller, Simone (2008). Salutogenese durch Selbstverwirklichung. Eine integrative und ganzheitliche Perspektive für die Gesundheitspsychologie. Band 9. Tectum Verlag, Marburg.